Ablauf eines Indoor Positioning Projektes in 8 Schritten

infsoft kann als Full-Service-Dienstleister den gesamten Prozess Ihres Projektes begleiten. Um Ihnen eine Vorstellung über die einzelnen Schritte und die Dauer zu geben, haben wir ein typisches IPS (Indoor Positioning System) Projekt in seine einzelnen Bestandteile zerlegt. Die durchschnittliche Implementierungszeit (Projektabstimmungen nicht berücksichtigt) liegt zwischen 2 und 8 Wochen - was natürlich je nach Branche und Gegebenheiten variieren kann. In den meisten Fällen wird zuerst ein Proof of Concept (POC) durchgeführt, mit dem die Lösung vor Ort getestet werden kann.

Indoor Positionsbestimmung Projektablauf



1. Kundenbedürfnis identifizieren

In einem ersten Projektmeeting identifizieren wir zusammen die Bedürfnisse Ihres Unternehmens. Dabei berücksichtigen wir auch die Branche und die Zielgruppe(n). Im Mittelpunkt steht dabei die Frage „Welches konkrete Problem möchten Sie lösen?“ Ein Beispiel: „In einem großen Bahnhof soll die Reisekette optimiert werden. Insbesondere haben Bahnreisende Schwierigkeiten, in dem mehrstöckigen Gebäude Anschlusszüge zu finden, die auf einer anderen Ebene abfahren.“ Bei einem Besuch vor Ort lassen sich die nächsten Schritte hin zum Lösungsvorschlag und die Kartografierung planen.

2. Lösungsvorschlag

Projektablauf Reisekette

infsoft stellt Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, anschließend diskutieren wir zusammen, welche Lösung praktikabel und sinnvoll ist. Dazu gehören auch mögliche Problemstellungen, die der Lösung entgegenstehen (technische Limitationen, datenschutzrechtliche Bedenken, weiche Faktoren wie die Akzeptanz der Mitarbeiter). Die Gesamtanforderung wird dann in mehrere Pakete zerlegt, für die jeweils der komplette Prozess durchlaufen wird.

Ein Beispiel: Bahnreisende sollen schneller ihren Anschlusszug finden und über Verspätungen und Gleiswechsel informiert werden. Als Lösung würden wir zwei Bausteine vorschlagen:

  • Eine App für Passagiere, die diese rechtzeitig über Verspätungen und Gleiswechsel informiert und sie per Indoor-Navigation zum richtigen Gleis führt (clientbasierte Ortung).
  • Eine Laufweganalyse durch anonymes Personentracking. Der Bahnhofsbetreiber kann so feststellen, welche Wege Reisende am häufigsten zurücklegen und wie viele Personen durchschnittlich von Zug X zu Zug Y umsteigen. So können Probleme bei Beschilderung und Wegeführung erkannt werden (serverbasierte Ortung).

3. Auswahl der Technologie

Die Auswahl der Methode und der Hardware zur Indoor Positionsbestimmung ist für das Projekt von zentraler Bedeutung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen clientbasierter und serverbasierter Herangehensweise. Die Hardwarekomponenten in unseren Projekten sind meist Beacons, WLAN und/oder infsoft Locator Nodes bzw. infsoft Locator Tags. Hier kommt es ganz auf den Einsatzzweck und die Voraussetzungen vor Ort an.

  • clientbasiert: Die Positionsbestimmung findet auf dem Smartphone des Benutzers statt, dafür braucht er eine App, die Signale von Beacons oder WLAN-Access Points auswertet. Ein Rückkanal, z.B. zum Senden von Push-Nachrichten, ist vorhanden. Beispiele: Passagier-App, Indoor-Navigation, Location Based Services mit Couponing etc.
  • serverbasiert: Die Positionsbestimmung erfolgt durch infsoft Locator Nodes oder infsoft Locator Tags, die Ortungssignale empfangen und an den Cloud-Server weitergeben. Dieser berechnet die jeweiligen Standorte. Eine App ist nicht nötig. Beispiele: Laufweganalyse, Asset- und Personentracking, Erstellung von Bewegungsprofilen.

4. Kartografierung

Im nächsten Schritt geht es darum, Ihr Gebäude zu digitalisieren. Dafür liefern Sie uns Gebäudepläne in einem beliebigen Format (z.B. .jpg, .png, .pdf, AutoCAD). infsoft erfasst die Pläne im Maps-Editor, definiert Wegenetze und trägt wichtige Orte (POIs) ein. Anschließend werden Farben nach Ihren Corporate Design Vorgaben angewendet und die Abstraktionsebene der Pläne festgelegt. Die weitere Datenpflege (bspw. bei Änderungen) können Sie selbst vornehmen.

5. Installation Hardware / Site-Inspection

Wir begleiten die Installation vor Ort und achten auf eventuelle Besonderheiten, die bei der Installation und Parametrierung der Hardware berücksichtigt werden müssen (zum Beispiel Abschirmung).

6. Kalibrierung der Positionsbestimmung

Auf Basis der eingebrachten Hardware werden in den infsoft Calibration Tools die Messrouten festgelegt. Die Kalibrierung vor Ort erfolgt mittels der Calibration App, die die notwendigen Daten für die spätere Positionsbestimmung erfasst. Anschließend werden die Messergebnisse geprüft und wenn nötig optimiert. Auch diesen Schritt kann Ihr Team wenn gewünscht selbst durchführen.

7. Auslieferung der Lösung

Wir entwickeln in enger Abstimmung mit Ihnen eine Lösung und präsentieren regelmäßig Zwischenergebnisse. Closed User Group Tests stellen sicher, dass Fehler vor Veröffentlichung gefunden und beseitigt werden.

Lösungen von infsoft können auf verschiedene Arten zum Einsatz kommen.

  • Wir liefern ein SDK (Software Development Kit) zur Einbindung in vorhandene Lösungen z.B. in eine bestehende App
  • Wir stellen die infsoft Backend-Tools zur Verfügung, z.B. zur Analyse von Bewegungsprofilen
  • Wir bieten eine Full-Service-Lösung mit einer individuell gestalteten App, die auch vorhandene Schnittstellen einbeziehen kann

8. Rollout

Im Zuge des Rollouts unterstützen wir Sie bei der bestmöglichen Nutzung der Tools im Hintergrund, so dass Sie künftig autark Änderungen vornehmen können. Dies kann zum Beispiel in Form einer Schulung vor Ort oder via Webmeeting geschehen. Gerne helfen wir auch bei der internen und externen Kommunikation gegenüber Mitarbeitern und Kunden. Durch die kontinuierliche Analyse der Kundenbedürfnisse und –rückmeldungen lassen sich neue sinnvolle Funktionen identifizieren und für kommende Releases planen.

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