Ablauf eines Indoor Positioning Projektes in 8 Schritten

infsoft kann als Full-Service-Dienstleister den gesamten Prozess Ihres Projektes begleiten. Um Ihnen eine Vorstellung über die einzelnen Schritte und die Dauer zu geben, haben wir ein typisches IPS (Indoor Positioning System) Projekt in seine einzelnen Bestandteile zerlegt. Die durchschnittliche Implementierungszeit (Projektabstimmungen nicht berücksichtigt) liegt zwischen 2 und 8 Wochen – was natürlich je nach Branche und Gegebenheiten variieren kann. In den meisten Fällen wird zuerst ein Proof of Concept (POC) durchgeführt, mit dem die Lösung vor Ort getestet werden kann.

Nachfolgend verdeutlichen wir den Projektablauf an einem konkreten Beispiel: In einem komplexen Bürogebäude soll ein Tracking System zum Einsatz kommen, um die Inventarisierung von Büroequipment zu optimieren.

Indoor Positionsbestimmung Projektablauf


1 | Kundenbedürfnis spezifizieren

In einem ersten Projektmeeting identifizieren wir zusammen die Bedürfnisse Ihres Unternehmens. Dabei berücksichtigen wir auch die Branche und die Zielgruppe(n). Im Mittelpunkt steht dabei die Frage „Welches konkrete Problem möchten Sie lösen?“
In unserem Beispiel sollen Wirtschaftsgüter im Büroumfeld inventarisiert werden. Es soll jederzeit festgestellt werden können, wo sich die Assets befinden, wie viel Inventar vorhanden ist und ob die Objekte das Gelände bzw. einen bestimmten Bereich verlassen.

Bei einem Besuch vor Ort lassen sich die nächsten Schritte hin zum Lösungsvorschlag und die Kartografierung planen.

2 | Lösungsvorschlag

infsoft stellt Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, anschließend diskutieren wir zusammen, welche Lösung praktikabel und sinnvoll ist. Dazu gehören auch mögliche Problemstellungen, die der Lösung entgegenstehen (technische Limitationen, datenschutzrechtliche Bedenken, weiche Faktoren wie die Akzeptanz der Mitarbeiter). Die Gesamtanforderung wird dann in mehrere Pakete zerlegt, für die jeweils der komplette Prozess durchlaufen wird.

In unserem Beispiel soll eine genaue Bestandsführung des Büroequipments ermöglicht werden: Abteilungen sollen rund um die Uhr den Standort und den Status von Geräten und Beständen einsehen können. Als Lösung würden wir zwei Bausteine vorschlagen:

  • Ein Tracking System, das die Echtzeit-Lokalisierung von Gütern (Möbel, Büromaterial, technische Geräte usw.) ermöglicht (serverseitige Ortung). Position und Eigenschaften der Gegenstände können jederzeit in einem Web-Interface anzeigt werden.
  • Diebstahlschutz bzw. Verlustsicherung durch die Einrichtung von geobasierten Prozesslogiken: Wenn ein zu verfolgendes Objekt eine festgelegte Grenze (Geofence) übertritt, wird ein Alarm ausgelöst.

3 | Auswahl der Technologie

Die Auswahl der Methode und der Hardware zur Indoor Lokalisierung ist für das Projekt von zentraler Bedeutung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen clientseitiger und serverseitiger Herangehensweise. Die Hardwarekomponenten in unseren Projekten sind meist Beacons, WLAN, Ultra-wideband, RFID und/oder infsoft Locator Nodes bzw. infsoft Locator Tags. Hier kommt es ganz auf den Einsatzzweck und die Voraussetzungen vor Ort an.

  • clientseitig: Die Positionsbestimmung findet auf dem Smartphone des Benutzers statt, dafür braucht er eine App, die Signale von Beacons oder WLAN Access Points auswertet. Ein Rückkanal, z.B. zum Senden von Push-Nachrichten, ist vorhanden. Beispiele: Passagier-App, Indoor-Navigation, Location Based Services etc.
  • serverseitig: Die Positionsbestimmung erfolgt durch infsoft Locator Nodes oder infsoft Locator Tags, die Ortungssignale empfangen und an die infsoft LocAware platform® weitergeben. Hier wird der Standort der Assets berechnet. Eine App ist nicht notwendig. Beispiele: Laufweganalyse, Asset- und Personentracking, Erstellung von Bewegungsprofilen.

In unserem Beispiel empfiehlt sich ein serverseitiges Verfahren mit infsoft Locator Nodes und Bluetooth Low Energy (BLE) Beacons. Beacons eignen sich vor allem aufgrund der geringen Kosten pro Einheit, des minimalen Installationsaufwands und der langen Batterielebensdauer. Wir würden zum Einsatz eines besonders stromsparenden Modells raten, dessen Betriebsmodus durch einen integrierten Beschleunigungssensor nur aktiv ist, wenn sich das Objekt in Bewegung befindet.

Beacon Modell und infsoft Locator Node

4 | Kartografierung

Im nächsten Schritt geht es darum, Ihr Gebäude zu digitalisieren. Dafür liefern Sie uns Gebäudepläne in einem beliebigen Format (z.B. .jpg, .png, .pdf, AutoCAD). infsoft erfasst die Pläne im Maps-Editor, definiert Wegenetze und trägt wichtige Orte (POIs) ein. Anschließend werden Farben nach Ihren Corporate Design Vorgaben angewendet und die Abstraktionsebene der Pläne festgelegt. Die weitere Datenpflege (bspw. bei Änderungen) können Sie selbst vornehmen.

5 | Installation der Hardware / Site-Inspection

Wir begleiten die Installation vor Ort und achten auf eventuelle Besonderheiten, die bei der Installation und Parametrierung der Hardware berücksichtigt werden müssen (zum Beispiel Abschirmung).

6 | Kalibrierung der Ortung

Auf Basis der eingebrachten Hardware werden in den infsoft Calibration Tools die Messrouten festgelegt. Die Kalibrierung vor Ort erfolgt mittels der Calibration App, die die notwendigen Daten für die spätere Positionsbestimmung erfasst. Anschließend werden die Messergebnisse geprüft und wenn nötig optimiert. Auch diesen Schritt kann Ihr Team wenn gewünscht selbst durchführen.

7 | Rollout des Systems

Wir entwickeln in enger Abstimmung mit Ihnen eine Lösung und präsentieren regelmäßig Zwischenergebnisse. Closed User Group Tests stellen sicher, dass eventuelle Fehler vor der Veröffentlichung gefunden und beseitigt werden.

Lösungen von infsoft können auf verschiedene Arten zum Einsatz kommen.

  • Wir liefern ein SDK (Software Development Kit) zur Einbindung in vorhandene Lösungen z. B. in eine bestehende App
  • Wir stellen die infsoft Backend-Tools zur Verfügung, z.B. zur Analyse von Bewegungsprofilen
  • Wir bieten eine Full-Service-Lösung mit einer individuell gestalteten App, die auch vorhandene Schnittstellen einbeziehen kann

8 | Training & Support

Im Zuge des Rollouts unterstützen wir Sie bei der bestmöglichen Nutzung der Tools im Hintergrund, so dass Sie künftig autark Änderungen vornehmen können. Dies kann zum Beispiel in Form einer Schulung vor Ort oder via Webmeeting geschehen. Gerne helfen wir auch bei der internen und externen Kommunikation gegenüber Mitarbeitern und Kunden.

Durch die kontinuierliche Analyse der Kundenbedürfnisse und -rückmeldungen lassen sich neue sinnvolle Funktionen identifizieren und für kommende Releases planen. In unserem Beispiel könnte das ein Tracking der Auslastung verschiedener Büro-/Meetingräume und/oder eine individuelle App mit Features wie Indoor Navigation, Colleague-Finder, Raumbuchungsfunktion usw. sein.


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